Eine neue Perspektive bei SAP zur Steigerung der Produktivität.
Neue Wege gehen für ein besseres Arbeitsumfeld
Im Jahr 1972 wagten fünf Freunde in Deutschland den Sprung ins kalte Wasser. Ihr Ziel war es, eine standardisierte Software in Echtzeit zu entwickeln, um die Arbeitsweise von Unternehmen nachhaltig zu verändern. Sie teilten sich Büroräume und IT-Infrastruktur mit ihren Kunden, um deren Probleme besser zu verstehen. Durch diesen ersten Schritt wurde der Grundstein für den Erfolg des Unternehmens gelegt.
Nach den Anfängen auf den klassischen Grün-Weiß-Bildschirmen hat sich SAP zum Weltmarktführer für Unternehmensanwendungen entwickelt; mittlerweile kommen 77 % des globalen Transaktionsumsatzes mit SAP-Systemen in Berührung. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 90.000 Mitarbeitende in über 140 Ländern weltweit. Während die weiterhin Innovationen für ihre Kunden entwickelt, setzt das Unternehmen neuerdings auch auf die vorausschauende Denkweise seiner Gründer, um die interne Strategie in Bezug auf die Produktivität der Mitarbeitenden neu auszurichten.
Notwendige Veränderungen
SAP-Mitarbeiter:innen nutzen eine Vielzahl von Geräten, aber bis 2016 gab es keinen speziellen Fokus auf die Bereitstellung von Macs. Jeder Mac erforderte eine Menge manueller Konfigurationen durch die Benutzer:innen. Zu diesem Zeitpunkt setzte sich der damalige CIO Thomas Saueressig zum Ziel, den Mitarbeitenden eine Wahlfreiheit bei ihren Endgeräten zu bieten. Dabei sollte sichergestellt werden, dass sowohl der Einrichtungsprozess als auch der Funktionsumfang absolut gleichwertig mit der Erfahrung der Kolleg:innen sind, die einen Windows-Rechner nutzen.
Damals besaßen etwas mehr als 10.000 SAP-Mitarbeiter:innen einen Mac, doch mangelnde Automatisierung verhinderte ein reibungsloses Nutzererlebnis. Um dieses Ungleichgewicht unter den Benutzer:innen auszugleichen, gründete die IT bei SAP ein spezielles Mac-Team. Ihre Aufgabe: Schaffung von Funktionsgleichheit mit der bestehenden Windows-Umgebung, ohne das typische Mac-Erlebnis zu beeinträchtigen. Weitere Änderungen folgten, als Martin Lang, Vice President, IT Services Enterprise Mobility, SAP, zusätzlich zu seinem eigenen App-Entwicklungsteam auch die Leitung des Teams für die Mobilgeräteverwaltung (MDM) übernahm.
„Anfangs waren wir ein reines App-Entwicklungsteam, aber wir haben Apple, Android und Blackberry unterstützt – nicht nur aus der App-Perspektive, sondern durch einen ganzheitlichen Ansatz“, erklärt Lang. „Ich war der Überzeugung, dass wir eine deutlich gesteigerte Nutzererfahrung erhalten, wenn sich das Team, das die internen Anwendungen entwickelt, auch für die Verwaltung der Geräte zuständig ist.“
Es gab nur ein Problem. SAP verfügte nur über einen rein internen Jamf Pro Server. Dadurch hatte das Team von Lang keine Möglichkeit, die Macs zu verwalten, die sich nicht in ihrem internen Netzwerk befanden oder über VPN verbunden waren. Mit der wachsenden Zahl von Mitarbeiter:innen, die Mac Geräte bei SAP nutzen, stiegen auch die Erwartungen an die Mac@SAP-Erfahrung erheblich. Also haben sie sich angepasst.
Teil der Lösung war SAP Jam, eine sichere Kommunikationsplattform, die eine aktive Mac-Benutzer-Community mit 2.000 Mitgliedern innerhalb von SAP hatte. Es war das perfekte Forum, um die Mac-Community mit SAP IT-Techniker:innen zusammenzubringen. In der Folge machten sie ihren Jamf Pro Server außerhalb des Netzwerks des Unternehmens zugänglich und fügten einen Jamf Cloud-Verteilungspunkt hinzu, der in Amazon Web Services (AWS) gehostet wird. Diese Änderungen gaben ihnen alles, was sie brauchten, um Mac@SAP neu aufzulegen.
Bewertung der Gesamtbetriebskosten
Nach einer überzeugenden Präsentation von IBM über die Gesamtbetriebskosten (TCO) auf der Jamf Nation User Conference 2016 begann SAP mit der Evaluierung ihrer eigenen TCO-Kennzahlen. Laut Lang erwarten die SAP-Mitarbeitenden zwar Wahlfreiheit bei der Technologie für ihren Arbeitsplatz, jedoch mussten dabei die Gesamtbetriebskosten der Geräte berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass diese Auswahlmöglichkeit auch wirtschaftlich tragbar ist. Ihre Analyse ergab, dass dies der Fall ist.
SAP hat erkannt, dass Apple-Geräte nach vier Jahren einen höheren Restwert haben als vergleichbare Windows-Geräte nach nur drei Jahren der Nutzung. Außerdem berücksichtigten sie die kostenlosen Updates des Betriebssystems. Zusätzlich zu einem Festpreis für unbegrenzte Support-Anrufe über AppleCare bietet Apple erhebliche Kosteneinsparungen. Lang sagte, dass sie sich darauf freuen, alle Ergebnisse ihrer Analyse zu nutzen, um zukünftige Entscheidungen über die bei SAP verwendete Technologie zu unterstützen. In der Zwischenzeit plant das Unternehmen einen kontinuierlichen Ausbau seiner Apple Plattform.
Wachstum durch Geräteauswahl
Derzeit verwenden mehr als 24.000 SAP-Beschäftigte einen Mac. Laut Lang ist dies darauf zurückzuführen, dass SAP in der Vergangenheit vor allem Windows-Geräte angeboten hat. Er rechnet jedoch damit, dass sich dies ändern wird, sobald klar wird, welche Hardware die Mitarbeitenden langfristig bevorzugen.
„Bis Ende 2020 wollen wir 30.000 Macs implementieren“, sagte Lang und erklärte, dass ein Großteil dieses Wachstums auf das Mitarbeiterwahlprogramm des Unternehmens zurückzuführen ist. Nachdem die Zahl der Macs bei SAP allein im Jahr 2018 um 31 % gestiegen ist, gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Zahl der Mac-Benutzer:innen bei SAP in absehbarer Zeit stagnieren wird. Er freut sich zwar darüber, dass sich immer mehr Mitarbeitende für den Mac entscheiden, aber es ist nicht seine Aufgabe, Apple zu promoten, so Lang.
„Mein Schwerpunkt liegt vielmehr darauf, die Produktivität zu verbessern und Probleme zu beseitigen, wo immer ich kann. Deshalb demonstrieren wir gerne die Arbeitsproduktivität auf jedem Gerät und lassen die Benutzer:innen entscheiden, mit welchen Geräten sie arbeiten möchten“, sagte er.
SAP bietet über Ariba einen großen internen Katalog für Endgeräte an. In den einzelnen Registerkarten finden die Mitarbeiter:innen verfügbare Hardware (Apple und Windows), Software, Büromaterial, Mitgliedschaften, SAP-Artikel und sogar Firmenwagen. „Auf der Apple-Seite finden Sie alle Geräte, die Apple anbietet, von Einstiegsgeräten bis hin zu High-End-Geräten“, so Lang.
Und wenn die Mitarbeiter:innen das passende Gerät gefunden haben, klicken sie einfach auf eine Schaltfläche. Nach dem Genehmigungsverfahren durch den Vorgesetzten treffen Telefone und Laptops innerhalb weniger Tage im Büro des Antragstellers ein. SAP nutzt das Programm zur Geräteregistrierung (DEP) von Apple - jetzt Teil des Apple Business Managers - mit dem sich die Benutzer:innen innerhalb weniger Minuten selbst registrieren können; ein Prozess, mit dem sie ihre neuen Geräte einfach und schnell in Betrieb nehmen können.
Alle iOS-Geräte zu Jamf Pro migrieren
Im Gegensatz zur Anzahl der bei SAP genutzten Mac-Laptops ist der Prozentsatz der Beschäftigten, die iOS verwenden, weitaus höher. Mittlerweile sind 100 % der verwendeten Tablets iPad-Geräte, und 90 % der verwalteten Mobiltelefone sind iPhones. Im Frühjahr 2019 bedeuteten eine MDM-Umstellung sowie ein neuer strategischer Fokus spannende Veränderungen für die iOS-Benutzer:innen des Unternehmens.
Auf der Hauptbühne der Jamf Nation User Conference (JNUC) 2018 machte Lang eine besondere Ankündigung: „Der einzige Weg, die Produktivität bei SAP zu steigern, ist die Steigerung der Produktivität der Beschäftigten. Da sich immer mehr SAP-Mitarbeiter:innen für Apple Geräte entscheiden, beschloss SAP, seine IT-Teams zu reorganisieren und ein Team für das Apple Center of Excellence zu gründen, und entschied sich für Jamf, weil es sich auf die Benutzererfahrung konzentriert. Jamf Pro in Kombination mit dem Apple@SAP-Dienst gewährleistet eine konsistente Erfahrung für unsere Apple-Benutzer:innen.“ Mit dieser Ankündigung fiel der Startschuss für die Migration der 84.000 iPhone- und iPad-Geräten bei SAP von ihrem bisherigen MDM zu Jamf Pro.
Im April 2019 erhielt die Belegschaft eine E-Mail, in der der Migrationsprozess erläutert wurde. In einem begleitenden Video wurde erklärt, dass durch die erforderlichen Schritte zwar alle SAP-Apps von ihrem Gerät entfernt werden, dass aber nach Abschluss des Verfahrens alle wichtigen SAP-Apps über Jamf Self Service neu installiert werden können. Die Benutzer:innen konnten die App-Wiederherstellung jederzeit nachträglich über die Apple@SAP-App durchführen.
Nachdem die meisten Benutzer:innen innerhalb weniger Tage migriert waren, wiederholte das Mac-Team in einer weiteren Nachricht die Vorteile, die der Wechsel der iOS-Verwaltung zu Jamf Pro mit sich bringt. Darin wurden einige der Vorteile von Jamf hervorgehoben, darunter:
- Mehr Sicherheit und eine höhere Benutzerfreundlichkeit
- Schnellere Anmeldung dank vereinfachtem Single Sign-On
- Schnellerer nativer App Store für SAP-Apps namens Self Service
- Die Trennung von geschäftlicher und privater Nutzung – keine Apple ID erforderlich
- Automatische Konfiguration von Apps für die geschäftliche Nutzung, wie SuccessFactors, Slack, F5 VPN und mehr
- Automatischer WLAN-Zugang und keine Probleme bei Passwortänderungen
Etwa 1.000 Beschäftigte haben die Umstellung pro Tag durchgeführt. Innerhalb von sieben Monaten wurden alle 84.000 Geräte migriert. Was die Probleme anbelangt, die auftraten... „Es gab ungefähr 10 Probleme pro Tag, was sich nach viel anhört“, so Lang. „Aber wenn man bedenkt, dass wir jeden Tag 1.000 Geräte migriert haben, ist das wirklich minimal. Alles in allem verlief es sehr reibungslos.“
Und was die Reaktionen der Mitarbeiter:innen angeht, so sagte Lang: „Ich glaube, die Leute schätzen die Zuverlässigkeit, mit der alles funktioniert.“ Er führt die beeindruckende Akzeptanz von Apple Geräten bei SAP auch auf den einfachen Einrichtungsprozess und die Benutzerfreundlichkeit zurück.
Sicherstellung der Mitarbeiterproduktivität
Die IT bei SAP konzentriert sich kontinuierlich darauf, allen Mitarbeiter:innen durch die Bereitstellung innovativer Cloud- und Mobiltechnologien die Möglichkeit zu geben, überall produktiv zu sein. Dies beginnt in dem Moment, in dem sie ihr iPhone registrieren. Zu diesem Zeitpunkt erhalten die Anwender:innen automatisch eine Handvoll wichtiger Apps, darunter Apple@SAP. Als Single-Sign-On-Lösung für die Mitarbeitenden ermöglicht Apple@SAP es Jamf Pro, Zertifikate an die hauseigenen Apps von SAP zu verteilen – und bietet so ein zusätzliches Schutzniveau.
Nach der Ersteinrichtung der Geräte können die Benutzer:innen sofort auf Jamf Self Service zugreifen, der bei Bedarf Zugang zu internen und externen Apps und Ressourcen bietet. „Ich denke, das ist ein wirklich einzigartiges Feature von Jamf – einen nativen App Store zu haben, der so superschnell ist“, sagte Lang und fügte hinzu: „Ich denke, der größte Vorteil von Self Service ist die App-Suche. So findet man schneller die Apps, die man brauchtn, und das trägt zu unserem Hauptziel bei, die Produktivität der Belegschaft zu steigern, ganz gleich, wo sie arbeiten.“
Über den Jamf Self Service können Benutzer:innen auch auf Mac@ SAP zugreifen, eine App, die Mitarbeiter:innen eine umfangreiche Sammlung von Ressourcen rund um das Apple Ökosystem zur Verfügung stellt, darunter eine große Auswahl an wissensbasierten Artikeln, eine Liste von Hardwareoptionen, die bestellt werden können, und vieles mehr. Die Community hat derzeit über 10.000 Mitglieder.
Sicherung des Macs mit einer speziell entwickelten Lösung
Als die Anzahl der Macs bei SAP immer weiter anstieg, erkannten die IT- und Informationssicherheits-Teams (InfoSec), dass das vorhandene Sicherheitstool nicht skalierbar war und nicht den Endpunktschutz bieten konnte, den das Unternehmen für seine Macs benötigte. Glücklicherweise bietet Jamf eine Lösung für den Endpunktschutz an, die ausschließlich für Mac entwickelt wurde, so dass das SAP-Team nicht lange suchen musste, um die richtige Lösung zu beschaffen.
SAP hat ihr Angebot Apple Enterprise Management um das Jamf-Portfolio erweitert und wird noch in diesem Jahr mit der Bereitstellung von Jamf Protect für ihre Mac-Flotte beginnen. Und Lang betont, dass ihm die Entscheidung für Jamf for Mac in Sachen Sicherheit leicht gefallen ist.
„Jamf Protect wird unsere Macs ganzheitlicher schützen und gleichzeitig mehr Informationen für unsere Sicherheitsteams bereitstellen“, sagt Lang. „Außerdem ist es wichtig, dass Jamf Protect unseren Benutzer:innen eine bessere Erfahrung bietet und weniger Ressourcen auf unseren Macs benötigt als die derzeitige Sicherheitslösung, die wir im Einsatz haben.“
Harald Monihart, Director of Mobile Platform Engineering bei SAP, schließt sich den Worten von Lang an und fügt hinzu: „Jamf Protect entschärft nicht nur macOS-spezifische Bedrohungen, sondern bietet unserem InfoSec-Team auch endlich die Möglichkeit, Berichte über die in macOS integrierten Sicherheitstools zu erhalten.“
Bereit für eine glänzende Zukunft
Innovationen, die Barrieren abbauen und die Produktivität steigert, bleiben das Herzstück der SAP. Eine der neuesten Apps des Unternehmens, iOS Assist, ist das Paradebeispiel für diese Bemühungen. Die App wurde für IT-Support-Teams entwickelt und bietet ein Dashboard mit wichtigen Statistiken (Geräte nach iOS-Version, überwachtes Gerätemodell, Geräte mit Austausch usw.) auf einem iOS-Gerät.
„Dabei wird die API von Jamf Pro sehr stark genutzt, um detaillierte Geräteinformationen von Jamf Pro zu erfassen“, so Lang. Sobald die IT-Admins alle nötigen Informationen haben, können sie die einzelnen Statistiken für detailliertere Informationen aufschlüsseln. Über Face oder Touch ID können sie auch auf Jamf Pro zugreifen und die Verwaltungsbefehle aufrufen. Dies erleichtert eine Reihe von Aufgaben wie das Löschen von Passcodes, das Sperren von Geräten usw. „Ich denke, es wird die Art und Weise verändern, wie die Support-Teams mit Mitarbeiter:innen umgehen werden, die Probleme mit ihren Geräten haben“, so Lang. „Dadurch werden die Gespräche viel angenehmer für alle Beteiligten.“
Ob es sich nun um die neue iOS Assist App handelt oder um eine der vielen anderen Möglichkeiten, wie SAP weiterhin Innovationen vorantreibt, die Art und Weise, wie sie Konnektivität, Apple und ihre Mitarbeiter:innen zu einer optimierten Erfahrung verbinden, ist eine Methode, die sich jetzt und in Zukunft definitiv bewähren wird.
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