Mehr als reaktive Sicherheit: Warum eine kontinuierliche Überwachung mobiler Geräte unerlässlich ist

Um der ständig wachsenden Bedrohungslage im Mobilbereich entgegenzuwirken, können Unternehmen von einer reaktiven zu einer proaktiven Sicherheitsstrategie übergehen, indem sie kontinuierliche Audits und ein lückenloses Monitoring implementieren. Lesen Sie, wie das geht.

January 30 2026 Von

Hannah Hamilton

IT admin using telemetry to stay on top of device health

Die Bedrohungslandschaft entwickelt sich ständig weiter. Laut Kaspersky wurden 2024 durchschnittlich 2,8 Millionen Angriffe mittels Malware, Adware oder schadhafter Software pro Monat auf mobile Geräte verzeichnet. Das sind über 90 Tausend pro Tag.

Das bedeutet, dass mobile Geräte mittlerweile beliebte Ziele für Cyberkriminelle sind.

85 % der Unternehmen geben an, dass die Angriffe auf mobile Geräte zunehmen.

- 2025 Index für mobile Sicherheit, Verizon

Verizon fand heraus, dass 75 % der Unternehmen im vergangenen Jahr ihre Ausgaben für die Sicherheit mobiler Geräte erhöht haben. Organisationen wollten auf diese zunehmenden Angriffe reagieren und sich mit der zunehmenden Nutzung mobiler Geräte durch Mitarbeiter befassen.

Ja, die Cyberbedrohungen nehmen zu. Aber noch ist nicht alle Hoffnung verloren! Verizon hat festgestellt, dass die Einhaltung dieser Best Practices einen großen Unterschied macht:

  • Mobile Device Management (MDM) und Unified Endpoint Management (UEM)

  • Mobile Threat Defense (MTD)

  • Zero-Trust

  • Sicherer Zugriff am Service Edge

  • Sicherer Unternehmensbrowser und sicheres Web-Gateway

  • Endpunkterkennung und -Reaktion (EDR)

  • Verwaltete Erkennung und Reaktion (MDR)

  • Quantifizierung der Cyberrisiken

Welchen Unterschied macht das wirklich? 46 % der Unternehmen, die an der Verizon-Umfrage teilgenommen haben, wurden Opfer einer Datenverletzung, die zu Systemausfällen führte. Und wenn Sie alle acht Best Practices befolgen? Dann geht diese Zahl um 22 Prozentpunkte zurück. Außerdem gab es bei diesen Unternehmen weitaus seltener gravierende Auswirkungen nach Datenpannen; die Rate der schwerwiegenden Folgeschäden sank um 51 Prozentpunkte.

Natürlich ist die Befolgung dieser Best Practices nicht so einfach, wie es klingt. Aber es gibt einen Aspekt, der mehrere von ihnen miteinander vereint: proaktives Handeln. MDM unterstützt Sie bei der Durchsetzung von Konfigurationen und Einschränkungen, um Ihre Endpunkte zu schützen. Zero-Trust und andere Netzwerkkonfigurationen schützen Ihr Netzwerk und verhindern laterale Ausbreitungen. Die Quantifizierung Ihrer Cyberrisiken hilft Ihnen, die Auswirkungen von Cyberbedrohungen zu verstehen, bevor sie eintreten. Tools wie EDR und MDR helfen dabei, Bedrohungen zu erkennen und auf sie zu reagieren, bevor sie eskalieren.

Angesichts von täglich über 90.000 Angriffen ist ein rein reaktiver Ansatz nicht mehr ausreichend – man gerät so zwangsläufig ins Hintertreffen. In diesem Blog werden wir zwar nicht auf alle acht dieser Best Practices eingehen können, aber wir zeigen konkrete Möglichkeiten auf, wie Unternehmen durch kontinuierliche Überwachung und kontinuierliche Audits proaktiv auf ihre Sicherheit achten können. Dies hilft den Teams, Probleme schnell zu erkennen und darauf zu reagieren, bevor sie zu Ausfallzeiten und Datenverlusten führen.

Warum kontinuierliche Audits und Überwachung?

Regelmäßige Audits sind zweifellos wichtig. Sie helfen Ihnen, Schwachstellen zu finden, Risiken zu bewerten, Ihre Prozesse zu aktualisieren und die Konformität mit internen und externen Standards zu wahren. Doch zwischen diesen Prüfungen kann viel passieren. Geräte und Benutzer werden hinzugefügt oder entfernt. Bei einigen Benutzern ändert sich vielleicht die Rolle und damit ihre Berechtigungen. Ganz zu schweigen davon, dass jeden Tag neue Cyberbedrohungen entwickelt werden.

Wenn Sie das Verhalten Ihrer Geräteflotte ständig überwachen und Ihre Prozesse überprüfen, haben Sie eine gute Chance, mit den neuen Bedrohungen Schritt zu halten. Wenn Sie Ihre Analysen und Echtzeittelemetrie automatisieren, erhalten Sie mehr Transparenz, erhöhen die Sicherheit und verbessern Ihre Konformität. Dies dient nicht nur der Sicherheit von Geräten und Daten, sondern hilft auch, die betriebliche Kontinuität zu wahren und den größtmöglichen Nutzen aus Ihren Geräten zu ziehen.

Einführung einer kontinuierlichen Prüfung und Überwachung

Es gibt einige Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, bevor Sie eine kontinuierliche Prüfung und/oder Überwachung einführen.

Gerätekonfiguration und -verwaltung

Die Grundvoraussetzung ist, dass Sie genau wissen, welche Geräte überwacht werden und welchen Soll-Zustand diese aufweisen müssen. Mithilfe Mobile Device Management (MDM) können Sie Geräte durch folgende Konfigurationen einrichten:

  • App-Installationsprogramm und Updates

  • Zertifikate und Profile

  • Aktualisierungen des Betriebssystems

  • Benutzer- und Standortinformationen (mit Identitäts-/Verzeichnisintegrationen)

  • Sicherheitsbeschränkungen und -richtlinien

Bestand und Transparenz in Echtzeit

Nachdem Sie Ihre Geräte eingerichtet haben, müssen Sie überwachen, ob sie Ihren Standards entsprechen. Wenn Sie ein EDR, MDR und/oder ein SIEM zu Ihrem Stack hinzufügen, verschafft Ihnen dies einen Überblick über die Vorgänge auf Ihren Endpunkten und hilft Ihnen, bösartige Aktivitäten zu erkennen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, benötigen Sie einen umfassenden Einblick in betriebssystemspezifische Verhaltensweisen und Bedrohungen. Mit dieser Telemetrie sind Sie besser auf Audits vorbereitet - wann auch immer sie stattfinden.

Und wenn Sie dies mit Ihrem MDM kombinieren, können Sie Ihre Geräte an gesetzliche Rahmenbedingungen und Datenschutzvorgaben wie NIST, HIPAA, PCI DSS und GDPR anpassen. Wenn ein Gerät eine Schwachstelle aufweist, die Passcode-Anforderungen nicht erfüllt, verdächtiges Verhalten zeigt usw., erkennen Sie das Problem automatisch.

Behebung und Reaktion

Und das führt uns zur Behebung. Die Behebung von Mängeln ist ein großer Vorteil der kontinuierlichen Überwachung und Prüfung. Die Fähigkeit, Probleme anzugehen, sei es ein Cyberangriff oder das Schließen einer Sicherheitslücke, ist der einzige Weg, um den ständig wachsenden Bedrohungen Herr zu werden.

Kontinuierliche Überwachung und Audits helfen Ihnen bei der Risikobewertung, indem sie den Zustand Ihrer Geräte und der Bedrohungslage abbilden. Und Sie können damit beginnen, potenzielle Lücken in Ihrer Sicherheitslage zu erkennen und zu schließen.

Laut dem IBM 2025 Cost of a Data Breach Report belaufen sich die durchschnittlichen Kosten eines Datendiebstahls weltweit auf 4,44 Millionen USD. Aber mit Sicherheitsanalysen und Bedrohungsintelligenz sinken die Kosten. Fügen Sie KI- und Machine-Learning-gestützte Erkenntnisse hinzu, und Ihre Kosten sinken noch weiter.

Abgesehen von den finanziellen Kosten führt eine proaktive Strategie zu weniger Ausfallzeiten und (im Idealfall) zu weniger Supportanfragen. Wenn die Geräte geschützt bleiben, insbesondere wenn ihre Konformität kontinuierlich überwacht und automatisch behoben wird, können die Mitarbeiter produktiv arbeiten und die Daten sind sicher.

Es gibt noch mehr nützliche Informationen. Wir zeigen Ihnen, wie Ihre Mitarbeiter auch von unterwegs produktiv bleiben können - und dabei die Daten Ihres Unternehmens geschützt sind.